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Mitteilungen für das öffentliche Gesundheitswesen

Die Mitteilungen für das öffentliche Gesundheitswesen (kurz: Public Health Newsletter) liefern quartalsweise eine breite Palette an wichtigen und interessanten Informationen des öffentlichen Gesundheitswesens.

Untenstehend finden Sie die Beiträge für das 2. Quartal 2026

Preisveröffentlichung

Die Höchstpreise laut Preisgesetz (BGBl. Nr. 145/1992) werden laufend auf der Website des BMASGPK verlautbart.

Preisveröffentlichungen

Offizieller Launch der European Drug Shortages Formulary (EDSForm) Plattform

Das EDQM (European Directorate for the Quality of Medicines and Healthcare) hat Anfang Mai 2026 über die Veröffentlichung der EDSForm-Plattform informiert. Der offizielle Launch der EDSForm-Onlineplattform stellt einen bedeutenden Meilenstein im Sinne der kontinuierlichen Patient:innenversorgung im Fall von Arzneimittelengpässen dar. Die Initiative wurde als Kollaboration zwischen dem CD-P-PH (Europäischer Ausschuss für Arzneimittel und pharmazeutische Versorgung) und der Europäischen Arzneibuchkommission entwickelt.

Sie hat zum Ziel, auf europäischer Ebene ein Verzeichnis von Monographien bereitzustellen, welches Methoden zur Zubereitung von Arzneimitteln beinhaltet, die im Falle von Nicht-Verfügbarkeiten zugelassener Alternativen herangezogen werden können.

Plattform

CARBA-Net 2025 – Diagnostik und Surveillance von Carbapenemase produzierenden gramnegativen Bakterien in Österreich

Das Projekt CARBA-Net (Carbapenemase-Netzwerk) läuft mit 3.900 Isolaten seit elf Jahren sehr erfolgreich. Auch 2025 konnte im Vergleich zum Vorjahr wieder eine deutliche Zunahme von Einsendungen verzeichnet werden. Erste Teilergebnisse werden im untenstehenden, verlinkten Artikel bekannt gegeben. Im AURES (Österreichischer Antibiotikaresistenz-Bericht) 2025 werden die Detailergebnisse in einem eigenen Kapitel veröffentlicht werden.

CARBA-Net 2025 (PDF, 100 KB)

EARS-Net 2025 – Antibiotikaresistenz bei ausgewählten invasiven bakteriellen Erregern in Österreich

Im humanmedizinischen Bereich werden in Österreich seit dem Jahr 2000 ausgewählte Erreger-Antibiotika-Kombinationen aus Blutkulturen schwer Erkrankter nach dem internationalen Protokoll EARS-Net (European Antimicrobial Resistance Surveillance Network) ausgewertet. Ein Teil dieser Auswertung wird im untenstehenden, verlinkten Artikel veröffentlicht. Im AURES 2025 erfolgt dann die Publikation der Ergebnisse im Detail in einem eigenen Kapitel.

EARS-Net 2025 (PDF, 102 KB)

SURV-Net 2025 – Resistenzbericht für ausgewählte nicht-invasive Infektionserreger

Um die Erfassung der österreichischen Resistenzlage zu komplettieren, werden seit dem Jahr 2008 zu den EARS-Net Routinedaten auch Resistenzdaten zu nicht-invasiven bakteriellen Erregern strukturiert gesammelt und analysiert. Im untenstehenden, verlinkten Artikel wird ein Teil der Ergebnisse vorgestellt. Die detaillierte Auswertung wird im AURES 2025 in einem eigenen Kapitel erfolgen.

SURV-Net 2025 (PDF, 104 KB)

Epidemiologiebericht Sucht 2025

Ziel des "Epidemiologiebericht Sucht 2025 – illegale Drogen, Alkohol, Nikotin und Glückspiel“ ist es, basierend auf den verfügbaren Datenquellen, ein möglichst klares und verständliches Bild der Epidemiologie des risikoreichen/problematischen Drogengebrauchs in Österreich sowie des Suchtverhaltens in Österreich aufzuzeigen und dessen Entwicklungen im Zeitverlauf einzuordnen.

Der „Epidemiologiebericht Sucht 2025 – illegale Drogen, Alkohol, Nikotin und Glückspiel - Annex“ beinhaltet 8 Kapitel, in denen eine Zusammenschau der Auswertung jener Datenquellen, die im Rahmen des epidemiologischen Routine-Monitorings im Drogenbereich zur Verfügung stehen, angeboten wird. Darüber hinaus wird in eigenen Kapiteln auf das Thema „Alkoholkonsum“, „Tabak-, verwandte und sonstige Nikotinerzeugnisse“ und „Glückspiel“ eingegangen. Mit den Thema Glücksspiel wird der Bericht 2025 erstmals um die Analyse einer nicht-substanzgebundenen Sucht erweitert.

Epidemiologiebericht Sucht 2025 (PDF, 2 MB)

Epidemiologiebericht Sucht 2025 – Annex (PDF, 3 MB)

Bericht zur Drogensituation in Österreich 2025

Der „Bericht zur Drogensituation in Österreich“ wird jährlich im Auftrag der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) und des BMASGPK erstellt und befasst sich mit den illegalen Drogen. Der Drogenbericht 2025 erfasst die epidemiologische Situation im Jahr 2024 sowie Entwicklungen bei den politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen und bei den Maßnahmen der Nachfragereduktion. Er enthält ferner je ein Kapitel zu Drogenmärkten und Drogendelikten sowie zu drogenbezogenen Themen im Zusammenhang mit Haft.

Bericht zur Drogensituation in Österreich 2025

EU SoHO-Verordnung 2024/1938

Mit der neuen EU SoHO Verordnung 2024/1938 über Qualitäts- und Sicherheitsstandards für zur Verwendung beim Menschen bestimmte Substanzen menschlichen Ursprungs tritt ein umfassender Rechtsrahmen für Substanzen menschlichen Ursprungs in Kraft (ausgenommen solide Organe gemäß EU-Richtlinie 2010/53 EU). Die SoHO Verordnung ersetzt damit mehrere bisherige Richtlinien und schafft ein kohärentes System, das sowohl Spenderinnen und Spender als auch Empfängerinnen und Empfänger besser schützt.

Für Österreich bedeutet dies eine Reihe von Anpassungen in den Bereichen Aufsicht, Meldesysteme, Qualitätsstandards und Versorgungsvorsorge. Um Einrichtungen, Fachpersonal und Interessierte bestmöglich zu unterstützen, werden alle aktuellen Informationen zur nationalen Umsetzung ab sofort zentral auf der Website der Kommunikationsplattform Verwaltung Gesundheit (KVG) unter oegd.gv.at bereitgestellt.

Wir empfehlen allen Betroffenen, die Seite regelmäßig zu besuchen, um stets über neue Vorgaben, Fristen und praktische Hinweise informiert zu bleiben.

Kommunikationsplattform Öffentliche Gesundheit - SoHo

Transplant-Jahresbericht für 2025 veröffentlicht

Im österreichischen Transplant-Jahresbericht werden Daten zu Spende und Transplantation von Organen und Stammzellen des Jahres 2025 veröffentlicht. Organspenden und -transplantationen nahmen im Vergleich zum Vorjahr zu, die Zahl der Personen auf den Wartelisten für ein Organ ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken.
Rund 0,65 Prozent der österreichischen Wohnbevölkerung waren Ende 2025 im Widerspruchsregister gegen eine Organ- und Gewebespende erfasst. Personen, die auf eine Stammzellspende warteten, profitierten von der internationalen Vernetzung des österreichischen Stammzellregisters. Die mediane Suchdauer für eine Fremdspende lag im Jahr 2025 bei 25 Tagen. Insgesamt wurden 739 Zelltherapien (562 Stammzell-transplantationen, 176 CAR-T-Zell-Therapien und eine Gentherapie) in Österreich durchgeführt.

Artikel zum Transplant-Jahresbericht 2025 (PDF, 65 KB)

Qualitätsstandard Intergrierte Versorgung Schlaganfall

Das BMASGPK veröffentlichte eine Aktualisierung des Qualitätsstandards Integrierte Versorgung Schlaganfall (IV Schlaganfall). Der Qualitätsstandard IV Schlaganfall umfasst sämtliche Versorgungsphasen vom Notfallmanagement, Versorgung im Krankenhaus, Rehabilitation und ambulante Nachbetreuung bis hin zur anschließenden Weiterbetreuung und Sekundärprävention. Im Zentrum der Integrierten Versorgung Schlaganfall steht der Nutzen für Patient:innen.

Qualitätsstandard IV Schlaganfall

Qualitätsstandard Integrierte Versorgung Chronische Wunden

Das BMASGPK veröffentlichte den neuen Qualitätsstandard Integrierte Versorgung Chronische Wunden. Chronische Wunden gehen häufig mit schwerwiegenden Krankheitsfolgen für Patient:innen einher (u. a. langwierige und belastende Therapien, chronische Schmerzen, Wundgeruch, ausgeprägtes Krankheitsgefühl, verminderte Lebensqualität, Immobilität). Des Weiteren sind chronische Wunden mit einer erhöhten Amputationsrate und einer erhöhten Gesamtmortalität verbunden. Eine adäquate Versorgung der Betroffenen gestaltet sich aber häufig komplex.

Das übergeordnete Ziel dieses Qualitätsstandards ist, die Versorgungsqualität und die Sicherheit von Patient:innen mit chronischen Wunden im Sinne einer integrierten Versorgung zu erhöhen sowie die beteiligten Gesundheitsberufe beim Management chronischer Wunden zu unterstützen.

Qualitätsstandard IV Chronische Wunden

Methode zur Erstellung von Qualitätsstandards

Die Methode zur Erstellung von Qualitätsstandards gemäß Gesundheitsqualitätsgesetz (GQG) soll die Erarbeitung von Qualitätsstandards für die Erbringung bestimmter Gesundheitsleistungen durch strukturierte und einheitliche Vorgaben unterstützen. Ein wesentlicher Aspekt ist dabei die Einbeziehung der jeweils Betroffenen, insbesondere der relevanten Gesundheitsberufe sowie der Patient:innen (s. § 4 Gesundheits-qualitätsgesetz). Ziel der vorliegenden aktualisierten Methode (Version 3.1) ist es, rezenten Erfahrungen aus der Erstellungspraxis von Qualitätsstandards Rechnung zu tragen. So wurden insbesondere die Inhalte zur Priorisierung von Themen und zur externen Begutachtung erneuert.

Methodenhandbuch

Plattform Never Events

Als Unterstützung für die Einrichtungen des Gesundheitswesens werden unter dem Schlagwort „Never Events“ Präventionsmaßnahmen im Hinblick auf Behandlungsfehler angeboten. Aufbauend auf der Liste der zwölf definierten „Never Events“ und auf dem bereits gut etablierten CIRSmedical (Critical Incident Reporting-System) der Österreichischen Ärztekammer/ÖQMED (Österreichische Gesellschaft für Qualitätssicherung & Qualitätsmanagement in der Medizin GmbH) Suchbegriff, wurde ein ergänzendes Meldesystem für „Never Events“ bei der ÖQMED etabliert.

Die Information über die aufgetretenen Never Events, ein Arbeitshandbuch, ein Netzwerk von Expert:innen sowie die konkreten Lösungsvorschläge ausgewählter Fachleute sollen helfen, solche Ereignisse in Österreich zu verhindern.

Never Events

Gesundheitsbericht älterer Menschen in Österreich

Laut Prognosen wird 2040 ein Viertel der österreichischen Bevölkerung 65 Jahre oder älter sein. Die steigende Lebenserwartung eröffnet neue Möglichkeiten der Teilhabe im Alter. Gleichzeitig steigt mit dem Alter das Risiko für chronische Erkrankungen, funktionale Einschränkungen und Pflegebedürftigkeit. Der 2025 veröffentlichte Gesundheitsbericht älterer Menschen in Österreich zeichnet ein umfassendes Bild des Gesundheitszustandes der ab 65-jährigen Bevölkerung. Er beleuchtet zentrale Einflussfaktoren auf die Gesundheit sowie die gesundheitliche Versorgung dieser Altersgruppe. Der Bericht stützt sich auf Sekundärdatenanalysen sowie qualitative Einschätzungen von Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis sowie Fokusgruppen mit älteren Menschen.

Gesundheitsbericht älterer Menschen

Botulismus
Bericht der Nationalen Referenzzentrale für das Jahr 2025

Botulismus (deutsch.: Wurstvergiftung) kommt beim Menschen in drei Formen vor: Nahrungsmittelbotulismus, Säuglingsbotulismus sowie Wundbotulismus. Im Jahr 2025 wurde von der Nationalen Referenzzentrale für Botulismus in Österreich kein Fall von humanem Botulismus dokumentiert. In Österreich wurden seit dem Jahr 2000 insgesamt 40 Erkrankungsfälle gemeldet.

NRZ Botulismus Jahresbericht 2025 (PDF, 365 KB)

Campylobacter
Bericht der Nationalen Referenzzentrale für das Jahr 2025

Im Jahr 2025 kam es in Österreich zu einem Anstieg an gemeldeten Fällen von Campylobacteriose von 6.858 im Jahr 2024 auf 7.154 Fälle. Dieser Anstieg entspricht einem EU-weiten Trend seit Ende der COVID-19 Pandemie. Etwa 10 % der Fälle waren reiseassoziiert. Die höchsten Fallzahlen traten, wie für diesen Erreger üblich, in den Sommermonaten auf. Bevorzugt betroffen waren die Altersgruppe der unter 5-Jährigen und jene der jungen Erwachsenen. Die Resistenzraten waren abermals extrem hoch bzw. sehr hoch für Fluorochinolone und Tetracycline. Für C. jejuni wurden drei größere, überregionale genetische Cluster identifiziert, zu den passende Isolate aus Hühnerfleisch gewonnen werden konnten.

NRZ Campylobacter Jahresbericht 2025 (PDF, 620 KB)

Letzte Aktualisierung: 2. April 2026