Tabakfreie Nikotinerzeugnisse
Hier finden Sie Informationen zu tabakfreien Nikotinerzeugnissen.
In den letzten Jahren kam zusätzlich zu konventionellen Zigaretten eine Reihe neuer Erzeugnisse auf den Markt, wie beispielsweise E-Zigaretten, Tabakerhitzer, pflanzliche Raucherzeugnisse (z.B. Hanf- bzw. CBD-Blüten) oder auch Nikotinbeutel.
E-Zigaretten, Tabakerhitzer und pflanzliche Raucherzeugnisse zählen zu den sogenannten „verwandten Erzeugnissen“ und fallen somit unter die Bestimmungen des Tabak- und Nichtraucherinnen- bzw. Nichtraucherschutzgesetzes (TNRSG) . Nikotinbeutel und ähnliche tabakfreie Nikotinerzeugnisse sind derzeit noch nicht im TNRSG erfasst.
Neue Regelungen durch Bundesgesetzblatt I Nr. 68/2026
Mit BGBl. I Nr. 68/2026 wurde eine umfassende Novelle des TNRSG kundgemacht. Damit werden erstmals auch tabakfreie Nikotinerzeugnisse, wie Nikotinbeutel, Nikotinzahnstocher oder Nikotin-Schnupfpulver, ausdrücklich in das TNRSG einbezogen. Auch nikotinfreie Erzeugnisse, die Tabak- oder Nikotinerzeugnisse nachahmen, wie etwa bestimmte koffein- oder CBD-haltige Beutel, werden künftig vom TNRSG erfasst.
Die Novelle stärkt insbesondere den Gesundheits- und Jugendschutz im Zusammenhang mit neuen Nikotinprodukten und schließt bestehende Regelungslücken. Die neuen Bestimmungen treten gestaffelt in Kraft.
Eine Aktualisierung der Informationen auf dieser Website erfolgt, sobald die jeweiligen neuen Bestimmungen in Kraft treten.
Das Factsheet „Schädliche Wirkung von Nikotinbeuteln“ (PDF, 193 KB) gibt einen Überblick über den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zu den gesundheitlichen Risiken von Nikotinbeuteln. Es informiert über Nikotingehalte und Konsummuster sowie mögliche gesundheitliche Auswirkungen, insbesondere auf Mundgesundheit und Herz-Kreislauf-System. Darüber hinaus werden das hohe Abhängigkeitspotenzial, Risiken für Jugendliche sowie mögliche Vergiftungen thematisiert.
Das Factsheet - Neue Nikotinerzeugnisse in Österreich (PDF, 143 KB) informiert über die Verbreitung und Nutzung neuer Nikotinerzeugnisse wie E-Zigaretten, Tabakerhitzer und Nikotinbeutel in Österreich. Es zeigt aktuelle Konsumzahlen, Entwicklungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie gesundheitliche und suchtpräventive Herausforderungen im Zusammenhang mit diesen Produkten auf.
Das Factsheet "Dual Use und Multiple Use von Nikotin- und Raucherzeugnissen (PDF, 144 KB)" beleuchtet den parallelen Konsum verschiedener Nikotin- und Raucherzeugnisse wie Zigaretten, E-Zigaretten, Tabakerhitzer und Nikotinbeutel in Österreich. Es zeigt, wie verbreitet sogenannter „Dual Use“ und „Multiple Use“ insbesondere bei Jugendlichen und Erwachsenen ist und welche gesundheitlichen Risiken mit dem gleichzeitigen Konsum mehrerer Produkte verbunden sind.
DasFactsheet "Nikotin in der Schwangerschaft" (PDF, 225 KB) informiert über die Auswirkungen von Nikotinkonsum während der Schwangerschaft und zeigt, wie häufig Rauchen bei Schwangeren in Österreich vorkommt. Zudem werden Empfehlungen für die Beratung und Unterstützung werdender Mütter sowie hilfreiche Angebote und Informationsquellen zum Rauchstopp vorgestellt.
Die Stabsstelle Krebsprävention des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) ist ein von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkanntes Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle und stellt wissenschaftlich fundierte Informationen zu Tabak- und Nikotinprodukten sowie deren gesundheitlichen Auswirkungen bereit.
- Fakten zum Rauchen: Nikotinbeutel (Nikotinpouches) (2025)
- Fakten zum Rauchen: Gesundheitsrisiken von Tabakerhitzern (2024)
- Risiken von Tabakerhitzern und Elektronischen Zigaretten (DKFZ 2023)
- Gesundheitliche Bewertung von Nikotinbeuteln (Nikotinpouches) (BfR 2022)
- Tabakerhitzer und Elektronische Zigaretten – ein Überblick (DKFZ 2020)
- Fakten zum Rauchen: Tabakerhitzer - Funktionsweise, Inhaltsstoffe des Aerosols, Abhängigkeitspotential, Gesundheitsgefährdung, Belastung Dritter (DKFZ 2018)
- Fakten zum Rauchen: Gesundheitsrisiko Nikotin (DKFZ 2015)
Eine Übersicht über die Publikationen des DKFZ ist auf dessen Website verfügbar: Krebsprävention - Deutsches Krebsforschungszentrum.