Der Gebrauch von Cookies erlaubt es uns, Ihnen die optimale Nutzung dieser Website anzubieten. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Genauere Informationen finden Sie im Bereich Datenschutz.

Der Gebrauch von Cookies erlaubt es uns, Ihnen die optimale Nutzung dieser Website anzubieten. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Genauere Informationen finden Sie im Bereich Datenschutz.

Der Gebrauch von Cookies erlaubt es uns, Ihnen die optimale Nutzung dieser Website anzubieten. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Genauere Informationen finden Sie im Bereich Datenschutz.

Frauen* mit Behinderungen am Arbeitsmarkt

Behindert mich nicht!

Frauen* mit Behinderungen bringen vielfältige Qualifikationen, Erfahrungen und Perspektiven in die Arbeitswelt ein. Dennoch stoßen sie häufig auf Vorurteile, Barrieren und fehlende Chancen. Nicht ihre Fähigkeiten sind das Hindernis, sondern Rahmenbedingungen, die Berufliche Teilhabe erschweren. Deshalb braucht es Arbeitswelten, die Potenziale erkennen, Vielfalt stärken und echte Berufliche Teilhabe ermöglichen. Davon profitieren Frauen* mit Behinderungen ebenso wie Unternehmen, Teams und die Gesellschaft insgesamt.

Daher ist es wichtig, die Perspektiven und Erfahrungen von Frauen* mit Behinderungen in der Arbeitswelt und in Entscheidungsprozessen selbstverständlich einzubeziehen.

Frauen* mit Behinderungen sind qualifizierte Fachkräfte

Frauen* mit Behinderungen bringen fachliche Qualifikationen, wertvolle Erfahrungen und vielfältige Kompetenzen in die Arbeitswelt ein. Viele sind es gewohnt, mit Barrieren umzugehen und flexibel auf Veränderungen zu reagieren. Das fördert Eigenständigkeit, Anpassungsfähigkeit und Resilienz  – wichtige Fähigkeiten in einer Arbeitswelt im Wandel.

Mehr Perspektiven. Mehr Möglichkeiten.

Unterschiedliche Erfahrungen bringen neue Sichtweisen, Ideen und Lösungswege in die Arbeitswelt. Sie fördern Innovation und steigern eine gute Zusammenarbeit im Team. Unternehmen, die Vielfalt und Inklusion leben, schaffen genau diesen Raum. Wo Vielfalt und Inklusion gelebt werden, kann dieses Potenzial wirken.

* Das Sternchen bei Frauen* und Männer* steht für Vielfalt. Frauen* meint alle Menschen, die sich als Frau verstehen oder als Frau sichtbar sein möchten. Dazu gehören zum Beispiel auch trans, inter und nicht-binäre Menschen. Männer* meint entsprechend alle Menschen, die sich als Mann verstehen oder als Mann sichtbar sein möchten. Das Sternchen zeigt: Geschlecht kann vielfältig sein. Es gibt nicht nur zwei Möglichkeiten.

Frauen* mit Behinderungen am Arbeitsmarkt in Zahlen

Nur jede zweite Frau* mit Behinderungen ist erwerbstätig

51,8 % der Frauen* mit Behinderungen sind erwerbstätig. Bei Frauen* ohne Behinderungen liegt die Erwerbstätigenquote bei 75,0 %, bei Männern* mit Behinderungen bei 56,5 %.

Frauen* mit Behinderungen suchen länger nach Arbeit

Frauen* mit Behinderungen suchen durchschnittlich 23,1 Monate nach einer Arbeitsstelle. Bei Frauen* ohne Behinderungen dauert die Jobsuche im Schnitt 7,6 Monate.

Mehr als jede zweite Frau* mit Behinderungen arbeitet Teilzeit

52,5 % der berufstätigen Frauen* mit Behinderungen arbeiten zudem in Teilzeit. Bei Männern* mit Behinderungen ist es mit 19,6 % nur rund jede fünfte Person.

Verbesserung der Beruflichen Teilhabe

Frau mit Text: "Ich bin routinierte Buslenkerin. Nicht die chronisch Kranke."

Unterstützungsangebote für Frauen* mit Behinderungen zur Beruflichen Teilhabe

Frauen* und Mädchen* mit Behinderungen stoßen am Arbeitsmarkt oft auf Barrieren und erleben Mehrfachdiskriminierung. Umso wichtiger sind Unterstützungsangebote, die ihre unterschiedlichen Lebensrealitäten berücksichtigen und eine selbstbestimmte Berufliche Teilhabe ermöglichen.

Das Netzwerk Berufliche Assistenz (NEBA), die Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz sowie weitere Beratungs- und Unterstützungsangebote begleiten Frauen* und Mädchen* mit Behinderungen auf ihrem beruflichen Weg. Sie stärken Chancengleichheit, fördern Selbstbestimmung und unterstützen dabei, Ausbildung und Beruf erfolgreich zu gestalten.

© BMASGPK

Unterstützungsangebote für Frauen* mit Behinderung

Was ist das Netzwerk Berufliche Assistenz (NEBA)?

Die Angebote des Netzwerks Berufliche Assistenz (NEBA) begleiten Jugendliche und Erwachsene mit Behinderungen – von der Schule über die Ausbildung bis hin zum Einstieg und zur langfristigen Teilhabe am Arbeitsmarkt. Ergänzt werden sie durch weitere Unterstützungsangebote.

NEBA-Angebote:

  • Das Jugendcoaching unterstützt Jugendliche mit Behinderungen oder besonderem Unterstützungsbedarf beim Übergang von der Schule in Ausbildung oder Beruf. Gemeinsam mit erfahrenen Coaches werden Perspektiven entwickelt, Stärken sichtbar gemacht und individuelle Zukunftspläne erarbeitet.
  • AusbildungsFit und Vormodul richten sich an Jugendliche, die zusätzliche Unterstützung beim Einstieg in eine Ausbildung oder den Arbeitsmarkt benötigen. Die Angebote stärken wichtige Basiskompetenzen und helfen dabei, individuelle Fähigkeiten gezielt weiterzuentwickeln.
  • Die Berufsausbildungsassistenz begleitet Personen während einer Verlängerten Lehre oder Teilqualifizierung. Sie unterstützt im Betrieb und in der Berufsschule, hilft bei Herausforderungen und trägt dazu bei, Ausbildungsabbrüche zu verhindern und Ausbildungswege nachhaltig abzusichern.
  • Die Arbeitsassistenz unterstützt Menschen mit Behinderungen bei der Suche nach einem Arbeitsplatz, beim Berufseinstieg sowie bei der Sicherung bestehender Arbeitsverhältnisse.
  • Das Jobcoaching bietet direkte und individuelle Unterstützung am Arbeitsplatz. Dabei werden fachliche, soziale und kommunikative Kompetenzen trainiert, um eine nachhaltige Berufliche Teilhabe zu ermöglichen.

Die Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz unterstützt Menschen mit Behinderungen dabei, möglichst selbstbestimmt, gleichberechtigt und nachhaltig am Arbeitsleben teilzuhaben. Sie bietet individuelle Unterstützung bei einer beruflichen Tätigkeit oder Ausbildung und erfolgt nach Anleitung der Assistenznehmenden.

Das arbeitsmarktpolitische Frauenprogramm des AMS bietet arbeitsuchenden Frauen* vielfältige frauenspezifische Informations-, Beratungs-, Qualifizierungs- und Förderangebote. Ziel ist es, berufliche Perspektiven zu stärken, neue Chancen am Arbeitsmarkt zu eröffnen und bestehende Ungleichheiten abzubauen. Im Sinne des Disability Mainstreaming richten sich die Angebote auch an Frauen* mit Behinderungen und berücksichtigen unterschiedliche Lebensrealitäten und mögliche Barrieren.

Unterstützung für Unternehmen

Inklusion ist ein Wettbewerbsvorteil: Unternehmen gewinnen Fachkräfte, neue Perspektiven und mehr Flexibilität. Davon profitieren Teams und der gesamte Betrieb. Beratung und Förderung machen den Weg dorthin leichter.

Das NEBA Betriebsservice

Das NEBA Betriebsservice ist die kostenlose Anlaufstelle für Unternehmen zu Arbeit und Behinderungen. Es hilft, Fachkräfte zu finden, inklusive Arbeits- und Ausbildungsplätze zu gestalten und Arbeitsverhältnisse zu sichern.

Das bietet das NEBA Betriebsservice:

  • kostenlose, praxisnahe Beratung
  • individuelle Lösungen für Unternehmen
  • Unterstützung bei der Personalsuche

Förderungen für inklusive Beschäftigung

Die InklusionsförderungPlus für Frauen* des Sozialministeriumservice unterstützt Unternehmen finanziell bei der Beschäftigung von Frauen* mit anerkannter Begünstigteneigenschaft.

Die wichtigsten Eckdaten:

  • 37,5 % Zuschuss zu den laufenden Lohnkosten (ohne Sonderzahlungen)
  • maximal 1.250 Euro pro Monat
  • in der Regel 12 Monate Förderdauer

Weiterführende Informationen und Beratungsangebote

Fit2Work ist ein kostenloses Beratungsprogramm für Beschäftigte und Unternehmen, um die Arbeitsfähigkeit bei gesundheitlichen Problemen zu erhalten.

Die Impulsberatung für Betriebe durch das AMS richtet sich an Kleinstbetriebe, kleine und mittlere Unternehmen sowie Großbetriebe, die Lösungen und Handlungsoptionen für personalwirtschaftliche Fragen und Herausforderungen entwickeln wollen. Zu den Beratungsschwerpunkten zählen mitunter: "Chancengleichheit insbesondere für Frauen*" und "Gestaltung betrieblicher Vielfalt/ Integration arbeitsmarktpolitischer Zielgruppen".

Die vom AMS geförderten Angebote des Beruflichen Bildungs- und Rehabilitationszentrum (BBRZ) sind auf Menschen mit körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen ausgerichtet. Dazu zählen auch spezielle Angebote für Frauen* in Teilzeit, etwa zur besseren Vereinbarkeit mit Betreuungspflichten.

Die Initiative "Arbeitsfähig bis 25" (AF25) gibt Jugendlichen mit schweren Behinderungen mehr Zeit, ihre Potenziale zu entwickeln und mit Unterstützung des Jugendcoachings passende Ausbildungs- und Unterstützungsangebote zu finden. Bis zum 25. Lebensjahr entfällt die verpflichtende Feststellung der Arbeitsfähigkeit.

Österreichweite Interessenvertretung von Frauen* mit Behinderungen mit Fokus auf Empowerment, Sichtbarkeit, Selbstvertretung und Gleichstellung. Die Organisation setzt sich insbesondere mit Mehrfachdiskriminierung und gesellschaftlicher Teilhabe auseinander.

Ninlil ist eine Wiener Beratungs- und Informationsstelle von und für Frauen* mit Behinderungen. Die Organisation bietet Beratung, Peer Support sowie Informationen zu Themen wie Gewaltprävention, Selbstbestimmung und Alltag mit Behinderung.

Das Kompetenzteam des Österreichischen Behindertenrats beschäftigt sich mit den Lebensrealitäten von Frauen* mit Behinderungen und setzt sich für Gleichstellung, Sichtbarkeit und die Berücksichtigung geschlechterspezifischer Perspektiven in der Behindertenpolitik ein.

Werden Sie wegen einer Behinderung benachteiligt, zum Beispiel im Job, beim Einkaufen oder bei Behördenwegen? Die Behindertenanwältin und ihr Team beraten Sie kostenlos und vertraulich.

Mehr Infos: Webseite der Behindertenanwaltschaft

So kann Berufliche Teilhabe gelingen

FmB Frau 1
Foto: © BMASGPK

Projekte und Initiativen in ganz Österreich zeigen, wie Frauen* mit Behinderungen auf ihrem beruflichen Weg gestärkt und neue Möglichkeiten eröffnet werden. Drei Beispiele aus der Praxis:

FEM Süd Frauenassistenz

Die FEM Süd Frauenassistenz in Wien begleitet Frauen* mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen oder psychischen Belastungen bei Ausbildung, Berufseinstieg und im Arbeitsleben. Im Mittelpunkt stehen individuelle Beratung, Empowerment und die eigenen beruflichen Ziele.

FmB Frau 3
Foto: © BMASGPK

AusbildungsFit: Mafalda & Sprungbrett

Die AusbildungsFit-Projekte von Mafalda und Sprungbrett begleiten Mädchen* und junge Frauen* mit individueller Unterstützung und praxisnaher Qualifizierung auf ihrem Weg in Ausbildung und Beruf.

15 Frauen mit Behinderung – 15 Wege zur Arbeit

Die AMS-Broschüre erzählt von 15 Frauen und ihren beruflichen Wegen. Ihre Erfahrungen geben Einblicke, Orientierung und machen sichtbar, wie unterschiedlich berufliche Teilhabe aussehen kann.