Ebola
Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu Ebola.
Aktuell: Ausbruch Ebola (Bundibugyo-Variante) Dem. Republik Kongo/Uganda
- Am 17. Mai 2026 erklärte die WHO den durch das Bundibugyo-Virus (BDBV) verursachten Ausbruch der Ebola-Viruserkrankung in der Demokratischen Republik Kongo zu einem PHEIC (gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite, Public Health Emergency of International Concern).
- Stand 3. Juni 2026 ist die durch das Bundibugyo-Virus verursachte Ebola-Epidemie weiterhin in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und in Uganda aktiv, wobei eine steigende Zahl bestätigter und vermuteter Fälle sowie Todesfälle gemeldet wird. Am 2. Juni meldete das Gesundheitsministerium der DRK insgesamt 363 bestätigte Fälle (darunter 62 Todesfälle) in den Provinzen Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu.
- Uganda hat 15 bestätigte Fälle (darunter einen Todesfall) aus der Hauptstadt Kampala und benachbarten Distrikten gemeldet.
- Da der Ausbruch erst vor kurzem gemeldet wurde und Unsicherheiten hinsichtlich der verfügbaren epidemiologischen Daten bestehen, ist es wahrscheinlich, dass der Ausbruch umfangreicher ist, als derzeit berichtet wird. Dies nicht nur hinsichtlich der Zahl der betroffenen Fälle, sondern auch hinsichtlich seiner geografischen Ausdehnung.
- Auch wenn die Informationslage weiterhin eingeschränkt ist, wird das derzeitige Gesamtrisiko für die allgemeine Bevölkerung in der EU/im EWR als sehr gering eingeschätzt (siehe unten).
Hinweis
- Selbst nach Aufenthalt in einem Ebola-Ausbruchsgebiet ist die Wahrscheinlichkeit einer Ebola-Infektion gering, wenn kein enger Kontakt mit einer an Ebola erkrankten oder verstorbenen Person bestand. Reisende, die aus einem Ausbruchsgebiet zurückkehren, sollten sich dennoch, auch wenn keine Symptome bestehen, an die lokal zuständige Gesundheitsbehörde wenden. Diese gibt weitere Informationen und Empfehlungen zur Überwachung des Gesundheitszustandes.
- Reiserückkehrer:innen, die innerhalb von 21 Tagen nach einem Aufenthalt in einem Ausbruchsgebiet Symptome verspüren bzw. eine Ebola-Infektion vermuten, sollten zu Hause bleiben, jedenfalls telefonisch mit einem Arzt bzw. ihrer Ärztin oder der lokal zuständigen Gesundheitsbehörde in Kontakt treten und nicht selbstständig eine Praxis oder Ambulanz aufsuchen.
Aktuelle Risikoeinschätzung (ECDC, Stand 21.05.2026)
Ausbruch Ebola (Bundibugyo-Variante) Dem. Republik Kongo/Uganda
- Obwohl die epidemiologischen Informationen nach wie vor begrenzt sind und erhebliche Unsicherheiten bestehen, wird das Infektionsrisiko für Personen aus der EU/dem EWR, die in den betroffenen Gebieten leben oder dorthin reisen, als gering eingeschätzt, sofern sie die empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen einhalten. Eine Übertragung setzt direkten Kontakt mit Blut, Sekreten, Organen oder anderen Körperflüssigkeiten von verstorbenen oder lebenden infizierten Menschen oder Tieren voraus; all dies sind Expositionsszenarien, die für Reisende aus der EU/dem EWR oder im Ausland lebende Personen in den betroffenen Gebieten unwahrscheinlich sind.
- Für Mitarbeiter:innen humanitärer, religiöser und anderer Organisationen, insbesondere Gesundheitspersonal, das in direktem Kontakt mit Patient:innen und/oder lokalen Gemeinschaften in den betroffenen Gebieten steht, besteht ein höheres Risiko, mit dem Virus in Kontakt zu kommen. Sofern sie die entsprechenden Maßnahmen zur Infektionsprävention und -kontrolle einhalten, ist die Wahrscheinlichkeit einer Infektion für diese Gruppe ebenfalls gering.
- Die Wahrscheinlichkeit einer Sekundärübertragung und das Auftreten anhaltender Übertragungsketten innerhalb der EU/des EWR wird als sehr gering eingeschätzt, da davon ausgegangen werden kann, dass Fälle umgehend identifiziert und isoliert werden und empfohlene Kontrollmaßnahmen umgesetzt werden. Obwohl eine Infektion bei betroffenen Personen zu schweren Erkrankungen führen kann, wird erwartet, dass die Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit auf Bevölkerungsebene in der EU/im EWR sehr gering sind, da mit sehr wenigen Fällen zu rechnen ist.
- Daher wird das derzeitige Gesamtrisiko für die allgemeine Bevölkerung in der EU/im EWR als sehr gering eingeschätzt.
- Die vollständige Risikoeinschätzung und weitere Information sind auf der Website des ECDC zu finden: ECDC - Ebola virus disease outbreak
Erreger und Übertragung
Ebola-Viruserkrankung (Ebola) ist eine seltene, schwere Infektionskrankheit, die durch Ebola-Viren verursacht wird. Je nach Virus-Typ verläuft die Erkrankung in 25-90 % der Fälle tödlich.
Die Übertragung des Erregers erfolgt über direkten Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten (z.B. Erbrochenes, Urin, Samenflüssigkeit) von lebenden oder toten an Ebola erkrankten Menschen. Ansteckungsgefahr besteht auch bei direktem Kontakt mit infizierten lebenden oder toten Wildtieren, insbesondere von Flughunden und Menschenaffen. Das Virus kann auch durch die Zubereitung und den Verzehr von rohem Fleisch wilder Tiere, sogenanntem Buschfleisch, vom Tier auf den Menschen übertragen werden. In Österreich heimische Wildtiere und Haustiere tragen keine Ebolaviren in sich.
Die Dauer bis zum Auftreten von Krankheitszeichen nach einer Ansteckung mit Ebolaviren beträgt mindestens 2 Tage und höchstens 21 Tage, meist jedoch 8 bis 10 Tage. Betroffene sind ansteckend, sobald sie Krankheitszeichen entwickeln und so lange sie Fieber haben. In Samenflüssigkeit können die Viren noch bis zu drei Monate nach der Genesung enthalten sein.
Symptome
Die ersten Beschwerden ähneln einem grippalen Infekt: plötzliches hohes Fieber, Muskelschmerzen, Schwächegefühl, Kopf- und Halsschmerzen. Das nächste Stadium der Erkrankung ist gekennzeichnet durch Erbrechen, Durchfall, Ausschlag sowie Leber- und Nierenfunktionsstörungen. Patienten können auch starke innere und äußere Blutungen sowie Multiorganversagen aufweisen. Dadurch endet die Krankheit oft tödlich. Personen ohne Beschwerden sind nicht ansteckend.
Verbreitung
Ebola-Ausbrüche sind bisher ausschließlich in Subsahara-Afrika aufgetreten. Seit der Entdeckung des Ebolavirus in Zaire, der heutigen Demokratischen Republik Kongo, im Jahr 1976 sind Ausbrüche vor allem in Zentral- und Ostafrika (Demokratischen Republik Kongo, in Gabun, der Republik Kongo, im heutigen Südsudan und in Uganda) beobachtet worden. Der große Ausbruch 2014/2015 betraf hingegen insbesondere die westafrikanischen Länder Guinea, Sierra Leone und Liberia. Davon ausgehend wurden auch Erkrankungen u.a. in Mali und Nigeria sowie einzelne Fälle in den USA und Europa verzeichnet.
Weiterführende Links
Zusatzinformationen
Notfallplan
- Ebola-Notfallplan (Stand: 15.12.2015) (PDF, 1 MB) Dieses Dokument ist derzeit leider noch nicht barrierefrei verfügbar. Der Inhalt muss jedoch aufgrund der Wichtigkeit für die Zielgruppe oder dahinterstehender gesetzlicher Verpflichtungen veröffentlicht werden. Das Dokument wird derzeit nachbearbeitet und ausgetauscht, sobald es barrierefrei ist.
Ebola-Ablaufpläne
- Ebola: Medical Emergency ? Ablauf Passagier mit vermeintlich übertragbarer Erkrankung (Flughafen Wien-Schwechat) (PDF, 1 MB)
- Ebola: Algorithmus Meldewege (6.11.2014) (PDF, 93 KB)
- Ebola: Algorithmus Erstbeurteilung Management (6.11.2014) (PDF, 347 KB) Dieses Dokument ist derzeit leider noch nicht barrierefrei verfügbar. Der Inhalt muss jedoch aufgrund der Wichtigkeit für die Zielgruppe oder dahinterstehender gesetzlicher Verpflichtungen veröffentlicht werden. Das Dokument wird derzeit nachbearbeitet und ausgetauscht, sobald es barrierefrei ist.
- Algorithmus Labornachweis Ebola-Viruserkrankung (6.11.2014) (PDF, 103 KB)
- EU-Falldefinition einer Ebola-Viruserkrankung (Ebola virus disease - EVD, 28.10.2014) (PDF, 92 KB)