Qualitätsstandard Integrierte Versorgung Chronische Wunden
Dieser Qualitätsstandard zielt darauf ab, die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit chronischen Wunden gezielt zu verbessern. Er umfasst insgesamt 11 Empfehlungen, die eine strukturierte, qualitativ hochwertige und kontinuierliche Behandlung unterstützen.
Chronische Wunden gehen häufig mit schwerwiegenden Krankheitsfolgen für Patientinnen und Patienten einher (u. a. langwierige und belastende Therapien, chronische Schmerzen, Wundgeruch, ausgeprägtes Krankheitsgefühl, verminderte Lebensqualität, Immobilität). Des Weiteren sind chronische Wunden mit einer erhöhten Amputationsrate und einer erhöhten Gesamtmortalität verbunden. Eine adäquate Versorgung der Betroffenen gestaltet sich aber häufig komplex.
Das übergeordnete Ziel dieses Qualitätsstandards ist, die Versorgungsqualität und die Sicherheit von Patientinnen und Patienten mit chronischen Wunden im Sinne einer integrierten Versorgung zu erhöhen sowie die beteiligten Gesundheitsberufe beim Management chronischer Wunden zu unterstützen.
Aus diesem Grund wurde im Auftrag der Zielsteuerung-Gesundheit ein Qualitätsstandard zur integrierten Versorgung von chronischen Wunden erarbeitet, der im April 2026 veröffentlicht wurde.
Es wurden 11 Empfehlungen formuliert, die u. a. folgende Bereiche betreffen:
- Prävention und Früherkennung
- Multiprofessionelle Anamnese
- Leitlinienkonforme Diagnose, Ursachenbestimmung und Therapie
- Versorgungspfad
- Wundbeurteilung und Dokumentation
- Vorgehen bei fehlender Heilungstendenz
- Patienteninformation, -schulung und -beratung
Die für Gesundheit zuständige Bundesministerin bzw. der für Gesundheit zuständige Bundesminister empfiehlt den Qualitätsstandard IV Chronischer Wunden für die österreichweite Anwendung.
Qualitätsstandard Integrierte Versorgung Chronischer Wunden (PDF, 911 KB)