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Alkohol

Auf dieser Seite finden Sie Informationen, aktuelle Daten sowie konkrete Hilfsangebote zum Thema Alkohol.

Alkohol ist in Österreich – wie auch in anderen europäischen Ländern – ein gesellschaftlich akzeptiertes Konsumgut und Teil des sozialen Lebens. Viele Menschen trinken regelmäßig Wein, Bier oder Spirituosen. Ein Teil der Bevölkerung konsumiert Alkohol jedoch zu häufig, in zu großen Mengen oder in Situationen, in denen man besser darauf verzichten sollte. Das kann zu Problemen für die Betroffenen und ihr Umfeld führen.

Für Personen, die Alkohol konsumieren möchten, ist es daher wichtig, einen bewussten und maßvollen Umgang damit zu erlernen und über die Risiken von übermäßigem Alkoholkonsum Bescheid zu wissen.

Hilfe und Unterstützung

Der Österreichische Suchthilfekompass ist eine Online-Plattform welche im Auftrag und in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz entwickelt wurde und einen Überblick über Beratungs-, Betreuungs- und Behandlungseinrichtungen im Bereich Sucht in ganz Österreich bietet.

Mithilfe von Filterfunktionen können Nutzer:innen gezielt nach passenden Angeboten – etwa bei Alkoholproblemen – nach Region, Art der Hilfe oder Zielgruppe suchen.

Selbsttests

Mithilfe von Selbsttests kann das Wissen rund um Alkohol selbst überprüft und das eigene Trinkverhalten anhand gezielter Fragen besser eingeschätzt werden. Diese bieten eine erste Einschätzung und Orientierung, ersetzen aber keine ärztliche medizinische Beratung oder medizinische Diagnose.

Selbsttest der Dialogwoche Alkohol

Selbsttest des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen

Zahlen, Fakten & Studien

Das „Handbuch Alkohol – Österreich“ bietet umfassende Informationen zu:

  • Konsumverhalten und Entwicklungen
  • gesundheitlichen Auswirkungen
  • rechtlichen Rahmenbedingungen sowie
  • gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Aspekten.

Es besteht aus drei regelmäßig aktualisierten Bänden, die regelmäßig aktualisiert werden und unterschiedliche Schwerpunkte haben. Die wichtigsten Ergebnisse zur Verbreitung des Alkoholkonsums in Österreich werden zusätzlich im Epidemiologiebericht Sucht veröffentlicht.

Band 1: Statistiken und Berechnungsgrundlagen (2025) (PDF, 10 MB) zeigt wichtige Zahlen und Daten zum Alkoholkonsum in Österreich – zum Beispiel aus Befragungen, dem Gesundheitswesen oder dem Straßenverkehr. Dabei werden nicht nur aktuelle Werte dargestellt, sondern auch Entwicklungen über viele Jahre hinweg sichtbar gemacht.

Band 2: Gesetzliche Grundlagen (2025) (PDF, 3 MB) gibt einen Überblick über die geltenden Gesetze rund um Alkohol. Da es in Österreich viele unterschiedliche Regelungen gibt, die von verschiedenen Stellen erlassen werden, fasst dieser Band die wichtigsten Bestimmungen verständlich zusammen.

Band 3: Ausgewählte Themen (2025) (PDF, 9 MB) beleuchtet ausgewählte Themen rund um Alkohol genauer. Dazu gehören etwa gesundheitliche Auswirkungen, gesellschaftliche Fragen sowie die Rolle von Alkohol in Wirtschaft und Politik.

Im aktuellen Factsheet „Alkoholkonsum in Österreich 2025“ (PDF, 121 KB) bietet einen kompakten Überblick über aktuelle Entwicklungen, Konsummuster und gesundheitliche Folgen von Alkohol. Es zeigt zentrale Daten und Trends und unterstützt dabei, den eigenen Konsum besser einzuschätzen.

DieInformationsbroschüre "Alkohol und mögliche Folgen" (PDF, 1 MB) informiert darüber, welche gesundheitlichen und sozialen Risiken mit dem Alkoholkonsum verbunden sind. Sie zeigt, welche Mengen als riskant gelten, gibt Tipps für einen verantwortungsvollen Umgang und erklärt, wann es wichtig ist, den Konsum zu reduzieren oder Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Alkohol & Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft sollte vollständig auf Alkohol verzichtet werden, da bereits geringe Mengen dem ungeborenen Kind schaden können. In Österreich trinken dennoch etwa 6 % der schwangeren Frauen gelegentlich Alkohol, weshalb Aufklärung und frühzeitige, unterstützende Beratung besonders wichtig sind.

Das aktuelle Factsheet "Alkohol in der Schwangerschaft" (PDF, 207 KB) informiert über die Risiken von Alkoholkonsum während der Schwangerschaft. Es zeigt außerdem, wie verbreitet Alkoholkonsum in Österreich ist, und macht deutlich, wie wichtig eine gute Aufklärung in der Schwangerschaftsvorsorge sowie passende Beratungs- und Unterstützungsangebote sind.

Schutz von Kindern und Jugendlichen

In Österreich ist der Jugendschutz nicht einheitlich geregelt, sondern Sache der Bundesländer. Daher können die Bestimmungen je nach Bundesland unterschiedlich sein. Es gelten jeweils die Regeln jenes Bundeslandes, in dem sich das Kind oder die jugendliche Person gerade aufhält.

Die Bundesländer haben sich jedoch darauf geeinigt, die Jugendschutzgesetze zu Alkohol, Nikotin und Ausgehzeiten seit Anfang 2019 weitgehend anzugleichen.

Eine Übersicht über die geltenden Regelungen der einzelnen Bundesländer zu Alkohol, Tabak, Nikotin und Suchtmittelersatzstoffen finden Sie auf oesterreich.gv.at.

Der wissenschaftliche Bericht "Suchtrelevante Konsum- und Risikoprofile unter Jugendlichen in Österreich (PDF, 1 MB)" widmet sich der Frage, wie Jugendliche in Österreich mit Alkohol, Nikotin und anderen Substanzen umgehen. Auf Basis einer österreichweiten Schüler:innenbefragung werden aktuelle Konsummuster und begleitende Einflussfaktoren analysiert. Ziel ist es, fundierte Grundlagen für zeitgemäße und zielgerichtete Präventionsarbeit zu schaffen.

"Österreichische Dialogwoche Alkohol"

Alkohol gehört für viele Menschen zum Alltag – umso wichtiger ist ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang damit. 

Die Initiative "Österreichische Dialogwoche Alkohol" hat das Ziel, sachlich über Alkohol zu informieren und das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen und maßvollen Umgang zu stärken.

Im Mai 2025 fand die Dialogwoche bereits zum fünften Mal statt. Veranstaltet wurde sie von der ARGE Suchtvorbeugung in Kooperation mit dem Fonds Gesundes Österreich, dem Hauptverband und dem BMASGPK – unter dem Motto „Weniger Alkohol – mehr vom Leben“.

Die nächste Dialogwoche ist für Mai 2027 geplant.

Alkohol und internationale Strategien

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bereits 2010 eine Globale Strategie zur Senkung des schädlichen Gebrauchs von Alkohol beschlossen, um problematischen Alkoholkonsum zu verringern. Die darin enthaltenen Empfehlungen umfassen zehn zentrale Handlungsfelder und dienen den Mitgliedstaaten als Orientierung für Maßnahmen.

Die Empfehlungen sind rechtlich nicht verbindlich, unterstützen jedoch die Planung von Strategien – auch auf EU-Ebene. Der Strategieplan wurde im Mai 2010 von allen 193 WHO-Mitgliedstaaten einstimmig beschlossen.

Der 2012 beschlossene Europäischer Aktionsplan zur Senkung des schädlichen Gebrauchs von Alkohol 2012 – 2020 zeigt, wie Länder in Europa gemeinsam den schädlichen Alkoholkonsum verringern können. Er enthält konkrete, wissenschaftlich fundierte Maßnahmen und dient als Orientierung für Politik, Behörden und Organisationen.

Ziel ist es, gesundheitliche und soziale Schäden durch Alkohol zu reduzieren. Dazu sollen unter anderem bessere Prävention, Aufklärung, Datenerhebung und Zusammenarbeit zwischen den Ländern gefördert werden.

Der Aktionsplan baut auf der globalen WHO-Strategie von 2010 auf und unterstützt die europäischen Länder dabei, diese Schritt für Schritt umzusetzen.

Der Bericht der Weltgesundheitsorganisation "Alkohol in der Europäischen Union. Konsum, Folgeschäden und Gegenstrategien (2012)" zeigt, wie der europäische Aktionsplan zur Verringerung des schädlichen Alkoholkonsums umgesetzt wurde. Er macht deutlich, dass Alkohol in Europa weiterhin ein großes Gesundheitsproblem ist und zu vielen Krankheiten und Todesfällen beiträgt.

Zwar gibt es Fortschritte, die Umsetzung von Maßnahmen ist jedoch je nach Land unterschiedlich. Besonders wichtig sind wirksame Maßnahmen wie Einschränkungen der Verfügbarkeit, strengere Werberegeln, gezielte Prävention und eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Ländern.

Auch weltweit zählt Alkohol zu den häufigsten Ursachen für Erkrankungen und vorzeitige Todesfälle. In der Europäischen Union gehört er ebenfalls zu den wichtigsten Gesundheitsrisiken – besonders bei jungen Männern.

Maßnahmen und Strategien in der Europäischen Union

Die Konsumgewohnheiten in der Europäischen Union sind sehr unterschiedlich. Dennoch stehen alle Mitgliedstaaten vor ähnlichen Herausforderungen, etwa beim Alkoholkonsum von Minderjährigen oder bei alkoholbedingten Verkehrsunfällen.

Die EU konzentriert sich daher vor allem darauf, den missbräuchlichen Alkoholkonsum und seine Folgen für Menschen und Gesellschaft zu verringern. Durch gemeinsame Maßnahmen und Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg sollen nationale Initiativen gezielt unterstützt werden.

Die EU-Strategie zur Unterstützung der Mitgliedstaaten bei der Verringerung alkoholbedingter Schäden  unterstützt die Mitgliedstaaten dabei, gesundheitliche, soziale und wirtschaftliche Schäden durch Alkohol zu verringern. Dabei übernimmt die EU vor allem eine koordinierende Rolle und ergänzt nationale Maßnahmen durch gemeinsame Initiativen und den Austausch bewährter Ansätze.

Im Mittelpunkt stehen fünf zentrale Handlungsbereiche:

  • Schutz von Kindern und Jugendlichen
  • Verringerung alkoholbedingter Verkehrsunfälle
  • Prävention bei Erwachsenen und weniger negative Auswirkungen am Arbeitsplatz
  • Information, Aufklärung und Bewusstseinsbildung
  • Ausbau und Aktualisierung einer gemeinsamen wissenschaftlichen Datengrundlage in der EU

Die Strategie zeigt, dass erfolgreiche Alkoholpolitik vor allem durch Zusammenarbeit, gemeinsame Standards und den Austausch von Erfahrungen zwischen den Ländern gestärkt werden kann.

Fortschrittsbericht

Im September 2009 wurde ein Fortschrittsbericht über die Umsetzung der EU-Alkoholstrategie veröffentlicht.

Dieser zeigt, wie die EU-Alkoholstrategie seit 2006 umgesetzt wurde. Er macht deutlich, dass viele Maßnahmen gestartet wurden und die Zusammenarbeit zwischen Ländern, Organisationen und verschiedenen Akteuren gestärkt wurde.

Ein Schwerpunkt liegt auf Initiativen zum Schutz von Jugendlichen, zur Aufklärung über Risiken sowie zur Förderung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Alkohol. Gleichzeitig zeigt der Bericht, dass problematischer Konsum – etwa starkes Trinken bei jungen Menschen – weiterhin eine große Herausforderung bleibt.

Insgesamt wird deutlich, dass Fortschritte erzielt wurden, aber weiterhin konsequente Maßnahmen und eine enge Zusammenarbeit notwendig sind, um alkoholbedingte Schäden in Europa nachhaltig zu verringern.

Die EU-Strategie zur Unterstützung der Mitgliedstaaten bei der Verringerung alkoholbedingter Schäden  unterstützt die Mitgliedstaaten dabei, gesundheitliche, soziale und wirtschaftliche Schäden durch Alkohol zu verringern. Dabei übernimmt die EU vor allem eine koordinierende Rolle und ergänzt nationale Maßnahmen durch gemeinsame Initiativen und den Austausch bewährter Ansätze.

Im Mittelpunkt stehen fünf zentrale Handlungsbereiche:

  • Schutz von Kindern und Jugendlichen
  • Verringerung alkoholbedingter Verkehrsunfälle
  • Prävention bei Erwachsenen und weniger negative Auswirkungen am Arbeitsplatz
  • Information, Aufklärung und Bewusstseinsbildung
  • Ausbau und Aktualisierung einer gemeinsamen wissenschaftlichen Datengrundlage in der EU

Die Strategie zeigt, dass erfolgreiche Alkoholpolitik vor allem durch Zusammenarbeit, gemeinsame Standards und den Austausch von Erfahrungen zwischen den Ländern gestärkt werden kann.

Fortschrittsbericht

Im September 2009 wurde ein Fortschrittsbericht über die Umsetzung der EU-Alkoholstrategie veröffentlicht.

Dieser zeigt, wie die EU-Alkoholstrategie seit 2006 umgesetzt wurde. Er macht deutlich, dass viele Maßnahmen gestartet wurden und die Zusammenarbeit zwischen Ländern, Organisationen und verschiedenen Akteuren gestärkt wurde.

Ein Schwerpunkt liegt auf Initiativen zum Schutz von Jugendlichen, zur Aufklärung über Risiken sowie zur Förderung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Alkohol. Gleichzeitig zeigt der Bericht, dass problematischer Konsum – etwa starkes Trinken bei jungen Menschen – weiterhin eine große Herausforderung bleibt.

Insgesamt wird deutlich, dass Fortschritte erzielt wurden, aber weiterhin konsequente Maßnahmen und eine enge Zusammenarbeit notwendig sind, um alkoholbedingte Schäden in Europa nachhaltig zu verringern.

Weiterführende Informationen

Die Website bietet einen kompakten Überblick über Ursachen, Anzeichen und Folgen von Alkoholabhängigkeit sowie deren Entwicklung und informiert über Diagnose, Behandlungsmöglichkeiten und Hilfsangebote für Betroffene und Angehörige.

Der Österreichischer Suchthilfekompass ist eine Online-Plattform, die einen Überblick über zahlreiche Beratungs-, Betreuungs- und Behandlungseinrichtungen im Bereich Sucht in ganz Österreich bietet. Nutzer:innen können gezielt nach passenden Hilfsangeboten – etwa nach Region, Art der Einrichtung oder Suchtproblematik – suchen und so schnell Unterstützung finden

​​​​​​Die Website des Kompetenzzentrums Sucht bietet einen Überblick über Suchtverhalten in Österreich und stellt wissenschaftliche Daten zu Alkohol, Drogen, Tabak und Verhaltenssüchten bereit. Sie zeigt, wie Sucht entsteht, welche Auswirkungen sie hat und welche Maßnahmen sowie Unterstützungsangebote zur Prävention und Behandlung existieren.

  • Öffentliches Gesundheitsportal Österreich
    Die Website bietet einen kompakten Überblick über Ursachen, Anzeichen und Folgen von Alkoholabhängigkeit sowie deren Entwicklung und informiert über Diagnose, Behandlungsmöglichkeiten und Hilfsangebote für Betroffene und Angehörige.
  • Österreichischer Suchthilfekompass
    Der Österreichische Suchthilfekompass ist eine Online-Plattform, die einen Überblick über zahlreiche Beratungs-, Betreuungs- und Behandlungseinrichtungen im Bereich Sucht in ganz Österreich bietet. Nutzer:innen können gezielt nach passenden Hilfsangeboten – etwa nach Region, Art der Einrichtung oder Suchtproblematik – suchen und so schnell Unterstützung finden.
  • Kompetenzzentrum Sucht der Österreichischen Gesundheit GmbH
    Die Website des Kompetenzzentrums Sucht bietet einen Überblick über Suchtverhalten in Österreich und stellt wissenschaftliche Daten zu Alkohol, Drogen, Tabak und Verhaltenssüchten bereit. Sie zeigt, wie Sucht entsteht, welche Auswirkungen sie hat und welche Maßnahmen sowie Unterstützungsangebote zur Prävention und Behandlung existieren.
  • Anton Proksch Institut:Die Website des Anton Proksch Institut informiert über verschiedene Formen von Sucht und zeigt, wie Abhängigkeit entsteht sowie erkannt und behandelt werden kann. Gleichzeitig bietet sie Einblicke in Therapieangebote, Beratungsstellen und Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene und Angehörige.
Letzte Aktualisierung: 16. Juni 2026