Startschuss für den Gesundheitsreformfonds
Langfristige Investitionen stärken wohnortnahe Medizin, Prävention und Digitalisierung
Mit der heutigen Unterzeichnung der Verordnung startet der Gesundheitsreformfonds. Bereits im vergangenen Herbst wurde er als zentraler Impuls für das öffentliche Gesundheitssystem angekündigt. Heute präsentierte Bundesministerin Korinna Schumann gemeinsam mit Peter McDonald, Obmann der ÖGK, und Andreas Huss, Obmann-Stellvertreter der ÖGK, die konkreten Maßnahmen.
"Mit dem Gesundheitsreformfonds setzen wir einen entscheidenden Schritt, um unser Gesundheitssystem zukunftsfit zu machen. Wir investieren gezielt in bessere Versorgung, mehr Prävention und moderne Strukturen. Wir leiten damit eine Trendwende im österreichischen Gesundheitssystem ein. Es ist ein erster, wichtiger Schritt zur Stabilisierung – und es wird nicht der letzte sein. Weitere Reformschritte werden in den kommenden Wochen folgen. Unser Anspruch ist klar: Gemeinsam schaffen wir ein neues Versorgungsversprechen. Die Menschen in Österreich sollen sich wieder darauf verlassen können, rasch und wohnortnah die bestmögliche medizinische Versorgung zu erhalten." – Bundesministerin Korinna Schumann
Schwerpunkte Versorgung, Prävention und Digitalisierung
Bis 2030 stehen dem Fonds jährlich 497,5 bis 580 Millionen Euro zur Verfügung – somit werden in den kommenden fünf Jahren mehr als 2,6 Milliarden Euro in die Weiterentwicklung des Gesundheitssystems investiert. Inhaltlich setzt der Gesundheitsreformfonds auf drei zentrale Schwerpunkte:
- den Ausbau der niedergelassenen Versorgung,
- die Stärkung der Prävention
- und die Modernisierung durch neue Strukturen und Digitalisierung.
Darüber hinaus wird gezielt in neue Versorgungsformen investiert. Dazu zählen spezialisierte Zentren etwa für chronische Erkrankungen ebenso wie der Ausbau der psychosozialen Versorgung für Kinder und Jugendliche. Auch die medizinische Hauskrankenpflege wird gestärkt. Ein besonderes Augenmerk gilt zudem der Frauengesundheit, insbesondere dem Ziel, in allen Bezirken eine ausreichende gynäkologische Kassenversorgung sicherzustellen.
Klare Ziele und Kontrolle
Ein wesentliches Prinzip des Gesundheitsreformfonds ist die klare Verknüpfung von Finanzierung und Wirkung. Für alle Maßnahmen werden messbare Kennzahlen definiert, deren Erreichung regelmäßig überprüft wird. Die Auszahlung der Mittel erfolgt nur dann vollständig, wenn die vereinbarten Fortschritte tatsächlich erreicht werden. Damit wird sichergestellt, dass Reformen nicht nur angekündigt, sondern auch umgesetzt werden.
Der Gesundheitsreformfonds steht damit für konkrete Verbesserungen im Alltag der Menschen – von kürzeren Wartezeiten über eine bessere Versorgung im ländlichen Raum bis hin zu mehr Prävention und einem insgesamt einfacher zugänglichen System. Gleichzeitig markiert er den Beginn einer umfassenden Weiterentwicklung des österreichischen Gesundheitswesens. Weitere Reformschritte werden in den kommenden Wochen folgen.