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Bundestierschutzpreis 2026

Bundestierschutzpreis

Überall in Österreich setzen sich Menschen mit Ideen, Projekten und großem persönlichem Einsatz für Tiere ein. Der Bundestierschutzpreis des BMASGPK würdigt dieses Engagement und macht herausragende Leistungen im Tierschutz sichtbar.

Bundestierschutzpreis 2026: Gemeinsam mehr für Tiere erreichen

Tierschutz, der wirkt

Der Bundestierschutzpreis zeichnet Personen, Initiativen und Projekte aus, die sich mit besonderem Engagement für den Schutz und das Wohl von Tieren einsetzen. Der Preis soll herausragende Leistungen sichtbar machen, innovative Ansätze fördern und Engagement im Tierschutz anerkennen. Seit seiner Einführung werden regelmäßig Projekte ausgezeichnet, die zeigen, wie Tierschutz in der Praxis umgesetzt werden kann – von wissenschaftlichen Projekten bis zu konkreten Initiativen vor Ort.

Am 22. September 2026 wurden im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung die Preisträger:innen des Bundestierschutzpreises 2026 ausgezeichnet. 
Im Rahmen der Verleihung des Bundestierschutzpreises wurde zugleich das 20-jährige Jubiläum des Vereins "Tierschutz macht Schule" gefeiert. 

Engagement für Tiere sichtbar machen

Gruppenfoto
Foto: © BMASGPK/Elisabeth Mandl

Mit der Auszeichnung wurden Personen, Initiativen, Projekte bzw. Vereine sowie erstmals auch in Kooperation mit dem Verein "Tierschutz macht Schule" Schulklassen geehrt, die sich in besonderer Weise für den Tierschutz einsetzen. Die zahlreichen Einreichungen wurden von einer fachkundigen Jury beurteilt.

Insgesamt wurden im Jahr 2026 sieben Auszeichnungen vergeben:

  • zwei Bundestierschutzpreise, 
  • zwei Jurypreise des Bundestierschutzpreises, 
  • zwei Bundestierschutzpreise für Kinder und Jugendliche sowie
  • ein Ehrenpreis des Bundestierschutzpreises. 

Die Preisträger:innen des Bundestierschutzpreises 2026

A G'spia fürs Tier
Foto: © BMASGPK/Elisabeth Mandl

A G'spia fürs Tier 

„A G’spia fürs Tier“ ist ein europaweit einzigartiges Projekt der Volkshilfe Wien, das Tierschutz mit Sozialarbeit verbindet und Menschen in prekären oder belastenden Lebenssituationen dabei unterstützt, ihre Tiere weiterhin bestmöglich versorgen zu können. Sozialarbeiter:innen, tierschutzqualifizierte Tiertrainer:innen und Freiwillige bieten individuelle Unterstützung – von Beratung und Tiertraining über Unterstützung bei der Versorgung der Tiere in Notfällen, z.B. durch Gassidienste bei temporärer Immobilität, bis zur Vermittlung vorübergehender Pflegestellen.

Durch diesen innovativen und präventiven Ansatz an der Schnittstelle von Sozialarbeit und Tierschutz sowie die individuell abgestimmte, multiprofessionelle und niederschwellige Unterstützung, kann Tierleid frühzeitig verhindert und Vernachlässigung bzw. Überforderung entgegengewirkt werden.

RespekTurtle
Foto: © BMASGPK/Elisabeth Mandl

RespekTurtle - Jedes Leben zählt

Der Verein „RespekTurtle – Jedes Leben zählt“ betreibt in Niederösterreich eine auf Schildkröten spezialisierte Auffangstation und einen Gnadenhof.

Auf mehr als 2.300 m² werden über 1.000 Schildkröten aus mehr als 60 Arten sowie zahlreiche weitere Tiere, wie Papageien, Wellensittiche, Bartagamen und Degus versorgt.

Neben der ehrenamtlichen Pflege von Tieren engagiert sich Obmann Markus Putzgruber auch intensiv in der Aufklärungs- und Bildungsarbeit und vermittelt Wissen über die Bedürfnisse und die verantwortungsvolle Haltung von Schildkröten. 

Jurypreise 2026

Neben den beiden Bundestierschutzpreisen entschied sich die Fachjury, zwei weitere Projekte für ihr besonderes Engagement mit einem Jurypreis des Bundestierschutzpreises 2026 auszuzeichnen. 

Verleihung Bundestierschutzpreis 2026 - Lebenshof Sonnenweide
Foto: © BMASGPK/Elisabeth Mandl

Lebenshof Sonnenweide

Am Lebenshof Sonnenweide im Burgenland finden mehr als 150 gerettete Tiere ein dauerhaftes Zuhause. Neben der täglichen Versorgung der Tiere legen Elisabeth und Andreas Nussbaumer großen Wert darauf, Wissen über Tiere und ihre Bedürfnisse zu vermitteln. 

Mit Projekten wie dem Podcast "Lass die Sau raus!", einem Kinderbuch und dem "RespekTIERweg" verbindet der Lebenshof praktischen Tierschutz mit umfassender und moderner Bewusstseinsbildung und lädt dazu sein, Tiere aus einer neuen Perspektive kennenzulernen. 

Fledermausstation Österreich
Foto: © BMASGPK/Elisabeth Mandl

Fledermaus Station Österreich

Die Fledermaus Station Österreich betreibt in Wien ein ausschließlich auf Fledermäuse spezialisiertes Tierheim und verfügt über Pflegestellen in sechs weiteren Bundesländern. Über eine rund um die Uhr erreichbare Notfallhotline und ein Netzwerk von Freiwilligen werden österreichweit in Not geratene Fledermäuse geborgen, transportiert, tierärztlich behandelt und gepflegt sowie nach Möglichkeit wieder ausgewildert.

Neben der Versorgung und Wiederauswilderung von Fledermäusen leistet der Verein wichtige Informationsarbeit durch Pflegekurse, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowie wissenschaftliche Kooperationen. 

Ehrenpreis des Bundestierschutzpreises 2026

Verleihung Bundestierschutzpreis 2026 - Johannes Baumgartner
Foto: © BMASGPK/Elisabeth Mandl

Ass.-Prof. Dr.med.vet. Johannes Baumgartner, Dipl. ECAWBM (AWSEL)

Mit dem Ehrenpreis des Bundestierschutzpreises 2026 wurde Ass.-Prof. Dr. Johannes Baumgartner für sein langjähriges Engagement für den Tierschutz ausgezeichnet. 

Er beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Verbesserung des Wohlergehens landwirtschaftlicher Nutztiere, insbesondere von Schweinen im Rahmen seiner Tätigkeit am Institut für Tierschutzwissenschaften der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Damit verbindet er Forschung mit Lehre, fachlicher Beratung, Gremienarbeit und Wissenstransfer in die Praxis. 

Mit seiner Forschung, seiner fachlichen Expertise sowie seinem langjährigen Einsatz für einen wissenschaftlich fundierten und praxisnahen Tierschutz hat Johannes Baumgartner wesentlich zur Weiterentwicklung des Tierschutzes in Österreich beigetragen. 

Bundestierschutzpreis für Kinder und Jugendliche 2026

Erstmals wurde der Bundestierschutzpreis im Jahr 2026 in Kooperation mit dem Verein "Tierschutz macht Schule" zusätzlich auch an Schulklassen oder Gruppen vergeben, die sich für den Tierschutz engagieren. Pädagog:innen konnten in zwei Kategorien einreichen:

  • Kategorie 1: Primarstufe (1. bis 3. Schulstufe)
    Kreativwettbewerb Tierschutz (z. B. Lieder, Theaterstücke und Sketches, Bastelarbeiten, Comics oder andere kreative Umsetzungen)
  • Kategorie 2: Sekundarstufe (5. bis 7. Schulstufe)
    Tierschutzprojekt (z. B. Projekte im Schulgarten, Podcasts, Videos, Blogs, Spiele oder multimediale Aufbereitungen von Tierschutzthemen)

In jeder Kategorie wurde ein Preis vergeben. 

Bundestierschutzpreis für Kinder und Jugendliche
Foto: © iStock.com/Phynart-Studio

Kategorie 1: Volksschule Langau 

"Unsere gefiederten Freunde - Vögel schützen und verstehen!" 

Die Schüler:innen der Volksschule Langau beschäftigten sich auf vielfältige und kreative Weise mit heimischen Vögeln und deren Schutz. Dabei wurde das Thema in unterschiedliche Unterrichtsbereiche eingebunden und mit konkreten Tierschutzmaßnahmen verbunden. 

Unter anderem entstanden kreative Arbeiten, wie z.B. ein eigener Kalender, die Schüler:innen lernten ein eigens komponiertes Tierschutzlied und boten bei einem Projekttag ihre hergestellten Produkte zum Verkauf an. Die Einnahmen wurden an den Vogelschutzverein BirdLife gespendet. Das Projekt zeigt besonders anschaulich, wie bereits junge Kinder Wissen über Tiere erwerben und dieses unmittelbar in praktisches Engagement umsetzen können. 

Bundestierschutzpreis Hundepfote
Foto: © iStock.com/PavelRodimov

Kategorie 2: Bundesgymnasium Tanzenberg 

"Tierschutz goes Tanzenberg - Mach dich für Tiere stark!"

Die Schüler:innen der Klassen 2A und 3B des BG Tanzenberg setzten sich intensiv mit dem Schutz von Heim-, Nutz- und Wildtieren auseinander.

Dabei wurde theoretisches Wissen mit praktischem Engagement verbunden: Die Schülerinnen und Schüler organisierten eine schulinterne Spendenaktion für das TiKo Klagenfurt, bei der insgesamt 725 € gesammelt werden konnten, erstellten Steckbriefe zur Vermittlung von Tierheimtieren, entwickelten die „digitale Learningapp - Tier-Mensch-Match“, besuchten das TiKo sowie zwei regionale landwirtschaftliche Betriebe und brachten ihre Erfahrungen in einem Radiointerview einer breiteren Öffentlichkeit näher.

Die Schüler:innen eigneten sich damit nicht nur Wissen über die Bedürfnisse von Heim-, Nutz- und Wildtieren an, sondern übernahmen selbst Verantwortung und setzten konkrete Maßnahmen um. Besonders hervorzuheben ist die nachhaltige Wirkung des Projekts, die sich unter anderem in selbst initiierten Tierpatenschaften und weiterführendem Engagement der Schüler:innen zeigt.