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8. Nationaler Aktionstag für pflegende Angehörige

Rund eine Million Menschen pflegen Angehörige zuhause

Rund eine Million Menschen in Österreich sind auf irgendeine Art und Weise in die häusliche Pflege und Betreuung eines Familienmitglieds eingebunden. Aktuell beziehen mehr als 500.000 Menschen Pflegegeld. Pflegende An- und Zugehörige stehen dabei vor vielfältigen zeitlichen, körperlichen und psychischen Belastungen – von der Sorge um die Zukunft bis hin zu Überforderung und sozialer Isolation.

IG Aktionstag pflegende Angehörige 2026
Informationen über den 8. Nationalen Aktionstag für pflegende Angehörige am 13.09.2025. Foto: © IG pflegender Angehöriger

Pflege in Extrem- und Krisensituationen

Katastrophenereignisse wie das Hochwasser des Jahres 2024, Unwetter und die immer heißer werdenden Sommer verschärfen nicht nur die Lebensumstände der Bevölkerung, sondern erschweren auch die Situation der häuslichen Pflege. Fragen wie die Gewährleistung des Pflegealltags im Falle eines Blackouts oder einer Medikamentenknappheit gewinnen dadurch zunehmend an Bedeutung. In Extrem- und Krisensituationen sind pflegende An- und Zugehörige besonders gefordert: Auch im Notfall muss es gelingen, etwa bettlägerige Menschen mit schweren Erkrankungen, mit Behinderungen oder mit demenziellen Erkrankungen bestmöglich zu versorgen.

Der Nationale Aktionstag pflegender Angehöriger macht auf diese Herausforderungen aufmerksam und rückt die Anliegen der häuslichen Pflege ins öffentliche Bewusstsein.

"Die Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger und das Sozialministerium unterstützen gemeinsam die Anliegen informell Pflegender, die durch ihr Engagement die tragende Säule der häuslichen Pflege darstellen. Pflegende Angehörige verdienen die uneingeschränkte Solidarität der Gesellschaft!" – Bundesministerin Korinna Schumann

Unterstützungsangebote des Bundes

In den letzten Jahren wurden verschiedenste Hilfsangebote neu eingeführt oder verbessert und sollen zur Entlastung des Pflegealltags beitragen:

  • Pflegekarenzgeld als Einkommensersatz während einer beruflichen Auszeit, z.B. Pflegekarenz, Familienhospizkarenz oder Begleitung bei Kinderrehabilitation
  • Angehörigenbonus bei Pflege von nahen Angehörigen, monatlich 134,30 Euro
  • Begünstigte Selbst- bzw. Weiterversicherung in der Pensionsversicherung wegen der Pflege einer:s nahen Angehörigen oder eines Kindes
  • Beitragsfreie Mit- oder Selbstversicherung in der Kranken­versicherung für pflegende Angehörige bei sozialer Schutzbedürftigkeit
  • Zuwendungen zu den Kosten für die Ersatzpflege und Pflegekurse
  • Information und Beratung durch Hausbesuche von diplomierten Pflegefachkräften bei Bezieher:innen von Pflegegeld
  • Angehörigengespräch bei psychischer Belastung, bei Bedarf sind bis zu 10 Gesprächseinheiten kostenlos möglich
  • Zudem ist es trotz der angespannten budgetären Situation gelungen, dass sowohl das Pflegegeld als auch der Angehörigenbonus nächstes Jahr wieder erhöht werden.

Mehr Informationen

Weitere Informationen zu den Themen Pflege im Allgemeinen und pflegende Angehörige im Speziellen finden Sie auf unserer Website auf folgenden Seiten:

Außerdem finden Sie weitere Informationen auf den folgenden Websites: