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Protestschild: Liebe

Protestschild: Liebe

„Lasst uns mehr ineinander verliebt sein“ fordert dieses Protestschild. Frauen mit Behinderungen gestalteten es bei einem Frauen*rechte-Seminar des Vereins Ninlil. Über mehrere Jahre hinweg verwendeten sie das Schild bis 2025 bei Demonstrationen zum 8. März in Wien. Dort setzten sich die Frauen gegen Gewalt und für ihre Rechte ein.

Mit Botschaften wie „Liebe als Recht“ sowie „ich kann selbst entscheiden […] über Lust“ setzten sie ein deutliches Zeichen für Selbstbestimmung. Die Sexualität von Menschen (vor allem Frauen) mit Behinderungen wird bis heute häufig nicht ernst genommen. Auch über einen möglichen Kinderwunsch können Frauen mit Behinderungen oft nicht selbstbestimmt entscheiden. Die Frauen von Ninlil bringen diese Erfahrungen in feministische Proteste ein. Mit „ich bin auch noch da“ und „ich bin langsamer, lass mir mehr Zeit!!“ machen sie ihre Anliegen sichtbar.

Die gesellschaftliche Tabuisierung der Sexualität von Menschen mit Behinderungen erschwert auch die Kommunikation über sexualisierte Gewalt – und damit die Suche nach Unterstützung. Gerade Frauen mit Behinderungen sind jedoch stark davon betroffen. Wenig bekannt ist außerdem, dass Zwangssterilisierungen von Menschen mit Behinderungen bis 2001 in Österreich legal waren.

Im Kontext solcher Gewalterfahrungen wurde der Verein Ninlil 1996 gegründet. Er bietet Workshops sowie Beratungen an und setzt sich gegen Gewalt an Frauen mit Behinderungen ein.

Protestschild: Liebe

[Text in Leichter Sprache]

Jahr: 2025; Ort: Wien, Schenker*in: Verein Ninlil

Frauen mit Behinderungen machten das Protest-Schild
bei einem Treffen vom Verein Ninlil.

Die Frauen verwendeten das Protest-Schild mehrere Jahre.
Bei Protesten am 8. März in Wien.
Am 8. März ist Frauen-Tag.
Am Frauen-Tag geht es um die Rechte von Frauen.

Auf dem Schild steht:
Lasst uns mehr ineinander verliebt sein.
Und: Liebe als Recht.
Und: Ich kann selbst entscheiden über Lust.
Die Frauen sagten:
Wir entscheiden selbst über Liebe, Sex und Beziehungen.

Oft glauben Menschen,
dass Frauen mit Behinderungen keine Sexualität haben.
Das stimmt nicht.
Oft dürfen sie auch nicht selbst entscheiden,
ob sie Kinder wollen.

Die Frauen kämpften dafür:
Selbstbestimmt zu lieben
und selbstbestimmt zu leben.

Viele Frauen mit Behinderungen erleben auch Gewalt.
Aber: Wenn man nicht über Sex sprechen kann,
kann man auch nicht darüber sprechen,
wenn Gewalt mit Sex zu tun hat.

Der Verein Ninlil unterstützt die Frauen:
Für Frauen-Rechte und gegen Gewalt.