Tafel 6: Integrative Betriebe – Gemeinsam vorankommen
Integrative Betriebe - Gemeinsam vorankommen
Integrative Betriebe sind gemeinnützige GmbHs, die Menschen mit Behinderungen beschäftigen oder durch gezielte Qualifizierung auf den Einstieg ins Berufsleben vorbereiten. Sie unterstützen Personen, die aufgrund der Art oder des Ausmaßes ihrer Behinderung noch nicht oder nicht wieder am allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können.
Ein modulares System – Wege, die Menschen weiterbringen
- Modul Beschäftigung: Individuell angepasste Arbeitsplätze mit kollektivvertraglicher Entlohnung und voller Sozialversicherung.
- Modul Berufsvorbereitung: Qualifizierung und Vorbereitung für eine spätere Vermittlung in den allgemeinen Arbeitsmarkt.
Lehrausbildung (IBL) – Qualifizierung als Schlüssel zur Integration
Seit 2015 bietet die "Integrative Betriebe Lehrausbildung (IBL)" die Möglichkeit, einen anerkannten Lehrabschluss zu erwerben. Seit 2022 ist auch Teilqualifikation möglich.
Integrative Betriebe finanzieren sich durch
- Eigenerlöse: Deckung des Großteils der Aufwendungen
- Förderung Modul Beschäftigung: Ausgleich behinderungsbedingter Mehraufwendungen
- IBL-Förderung: Übernahme definierter Ausbildungskosten
Zahlen
- 8 Integrative Betriebe in Österreich
- 23 Standorte österreichweit
- 3.400 Mitarbeiter:innen
- rund 75 % Menschen mit Behinderungen
- über 400 Lehrlinge
- jeder Förder-Euro erzeugt rund 3 Euro Wertschöpfung
- 3.479 Vollzeitäquivalente Beschäftigungseffekt
- ca. € 140 Mio. Einkommenseffekt
- rund € 75 Mio. Steuereffekt
etwa € 75 Mio. Kaufkrafteffekt
Die Integrativen Betriebe Österreich
- ABC - Service & Produktion Integrative Betriebe GmbH
- Geschützte Werkstätten – Integrative Betriebe Salzburg GmbH
- GW St. Pölten Integrative Betriebe GmbH
- Geschützte Werkstätte – Integrative Betriebe Tirol GmbH
- GW Wiener Neustadt Integrative Betriebe GmbH
- teamstyria Werkstätten GmbH
- teamwork - Holz- und Kunststoffverarbeitung GesmbH
Wien Work – Integrative Betriebe und AusbildungsgmbH
Leichter Lesen-Version
Integrative Betriebe
Integrative Betriebe sind gemeinnützige Firmen.
Das heißt, sie möchten etwas Gutes
für die Gesellschaft tun.
Sie stellen Menschen mit Behinderungen an.
Oder sie helfen den Menschen dabei,
sich auf das Arbeitsleben vorzubereiten.
2 Möglichkeiten
In Integrativen Betrieben gibt es 2 Möglichkeiten.
Sie heißen Module.
-
Modul Beschäftigung.
Menschen mit Behinderungen bekommen einen Arbeitsplatz,
der an sie angepasst ist.
Sie werden gerecht bezahlt und haben eine Versicherung.
-
Modul Berufs-Vorbereitung
Hier bekommen Menschen mit Behinderungen
Ausbildungen und eine Vorbereitung.
Das Ziel ist, dass sie später
am allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten.
Lehr-Ausbildung
Seit 2015 gibt es auch eine Lehr-Ausbildung
in den Integrativen Betrieben.
Menschen mit Behinderungen können so
eine Lehre machen.
Seit 2022 können sie auch einen Teil einer Lehre machen,
wenn die ganze Lehre zu viel ist.
Woher bekommen Integrative Betriebe ihr Geld?
- Sie verdienen selbst Geld.
Das ist der größte Teil. - Sie bekommen eine Förderung
für das Modul Beschäftigung. - Sie bekommen eine Förderung
für bestimmte Kosten in der Lehr-Ausbildung.
Überblick
- In Österreich gibt es 8 Integrative Betriebe.
- 3.400 Menschen arbeiten dort.
Etwa drei Viertel davon haben Behinderungen. - Es gibt über 400 Lehrlinge.
- Durch Integrative Betriebe verdienen die Menschen mehr Geld
und geben auch mehr Geld aus. - Der Staat verdient so mehr Geld durch Steuern.