Tafel 7: Das Sozialministeriumservice
Das Sozialministeriumservice
Landesinvalidenamt – Bundessozialamt – Sozialministeriumservice, Eine Entwicklung von der Versorgung und Integration zur Gleichstellung und Inklusion.
Die öffentliche Unterstützung für Menschen mit Behinderungen hat in Österreich eine lange Tradition. Was einst als notwendige Versorgung kriegsversehrter Menschen begann, hat sich Schritt für Schritt zu einem modernen Dienstleistungsauftrag entwickelt: Beratung, Gleichstellung, Barrierefreiheit und die aktive Unterstützung von Teilhabe stehen heute im Zentrum.
Historische Entwicklung
1919 – Invalidenentschädigungskommissionen
Die ersten Strukturen entstanden unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg. Sie dienten der Versorgung und Absicherung von Menschen, die durch die Kriegsereignisse eine bleibende Beeinträchtigung erlitten hatten.
1934 – Landesinvalidenämter
Mit den Landesinvalidenämtern erfolgte eine institutionelle Weiterentwicklung. Der Fokus lag weiterhin auf Versorgung, nun jedoch mit stärker regional verankerter Struktur.
1994 – Bundessozialämter
Die Aufgaben weiteten sich aus: Neben der Versorgung rückte nun auch die berufliche und gesellschaftliche Integration von Menschen mit Behinderungen in den Mittelpunkt.
2014 – Sozialministeriumservice
Das Bundesamt für Soziales und Behindertenwesen – das Sozialministeriumservice – ist heute eine moderne Bundesbehörde (nachgeordnete Dienststelle des Sozialministeriums) mit neun Landesstellen. Es bildet die zentrale Drehscheibe für Menschen mit Behinderungen, ihre Angehörigen und Unternehmen.
Leichter Lesen-Version
Das Sozial-Ministerium-Service
Österreich unterstützt schon seit langer Zeit
Menschen mit Behinderungen.
Das hat durch die Weltkriege begonnen:
Man musste Menschen versorgen,
die im Krieg verletzt wurden.
Dann ist die Unterstützung immer moderner geworden.
Heute geht es vor allem um:
- Beratung von Menschen mit Behinderungen
- Gleiche Rechte
- Barrierefreiheit
- Unterstützung, damit alle Menschen
überall mitmachen können
Das alles macht das Sozial-Ministerium-Service.
Geschichte
1919
Die erste Unterstützung für Menschen mit Behinderungen
hat es direkt nach dem Ersten Weltkrieg gegeben.
Man hat Menschen versorgt,
die im Krieg eine Behinderung bekommen haben.
Zum Beispiel, weil sie ein Bein verloren haben.
Die Stellen für die Unterstützung waren damals
die Invaliden-Entschädigungs-Kommissionen.
1934
Man hat weiterhin Menschen versorgt.
Aber man hat die Unterstützung etwas verändert.
Die Bundesländer und Gemeinden waren jetzt
dafür verantwortlich.
Die Stellen haben ab 1934 Landes-Invaliden-Ämter geheißen.
1994
Ab 1994 haben die Stellen Bundes-Sozial-Ämter geheißen.
Und sie haben mehr Aufgaben bekommen:
Sie haben weiterhin Menschen mit Behinderungen versorgt.
Die Menschen sollten aber auch eine Arbeit finden
und einen Platz in der Gesellschaft haben.
Dabei haben die Stellen auch unterstützt.
2014
Seit 2014 gibt es das Sozial-Ministerium-Service.
Es ist eine Behörde vom Staat Österreich
und gehört zum Sozial-Ministerium.
Außerdem gibt es in jedem Bundesland eine Landesstelle.
Das Sozial-Ministerium-Service
ist die wichtigste Kontakt-Stelle.
Es unterstützt Menschen mit Behinderungen,
ihre Familien und Firmen.